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Die Gerichtslinde von Nörten-Hardenberg
Die Gerichtslinde von Nörten-Hardenberg

Die Rechtsprechung unter Bäumen kam in vielen Kulturen vor und wurde bereits im Alten Testament erwähnt. Bei den Germanen sollte die Linde wie Göttin Freya selbst Weissagungs- und Heilkraft besitzen und die Wahrheit zeigen. So wurde sie zum Gerichtsbaum der Germanen. Die alte germanische Gerichtsversammlung, das Thing oder Schrannengericht fand im Mittelalter meist zweimal im Jahr statt.

Die Gerichtsplätze dienten oft als Versammlungsorte, so auch in Nörten. 1409 wurde der Platz vor dem „Overn Dore“ genannt. In der damaligen Zeit wurden freie Plätze auch für Schützenfeste genutzt, deshalb hieß der Platz früher in Nörten „ Auf dem Schützenplatze“ oder „Auf dem Schützenhofe“.

Die an den Platz anschließenden Häuser, fünf an der Zahl, trugen im Volksmund den Namen „In `er Caroline“. „Die Caroline“ wird sie amtlich schon 1849 genannt. In den Verfassungsstatuten von 1854 und 1860 wird die Häuserzeile als „s.g. Vorstadt Caroline“ angeführt.
Rudolf Eckart schrieb in seinen geschichtlichen Skizzen (1866-1876): „Die vor dem Flecken liegende Caroline (fünf nebeneinander stehende Häuser) bezeichneten den Platz, wo in den ältesten Zeiten die Gerichte nach karolingischem Recht (da-her der Name) gehalten wurden. Auch die auf dem sogenannten Schützenplatze stehende dicke Linde deutet darauf hin, dass das Gericht hier unter dem Baume gehalten wurde.

Das geschah natürlich nach Karolingischem Recht. Die hier angezogenen peinlichen Bestimmungen über die Verbrechen waren niedergelegt in der 1532 bekannt gemachten Halsgerichtsordnung Kaiser Karls V., der Carolina, wie man dieses Gesetzbuch später auch nannte. Eckart gibt gleichzeitig in den Anmerkungen seines Buches eine abweichende Meinung von anderer Seite wieder: „ Bezeichnet die auf dem Platz stehende Linde als eine Mahlstätte; so ist dort vorwiegend nach sächsischem Recht gerichtet worden; denn eine eigentliche Einführung des Carolingischen Rechts hat nicht stattgefunden. Die Gerichte, selbst die Grafengerichte, behielten ihre volkstümliche Rechtsfindung bei“.

Es besteht die Annahme, dass die ursprüngliche Linde dem Dreißigjährigen Krieg bei der Zerstörung des Ortes „ Nörten“
zum Opfer gefallen ist. Somit muss die jetzige Linde danach gepflanzt worden sein.

Dieser Baum ist schon auf einer Karte Ende des 18. Jahrhunderts als markanter Punkt eingezeichnet worden.

H. Duensing ergänzte den Bericht, indem er darauf hinwies, dass das Haus Nr. 1 der „Vorstadt“ Caroline, das durch seine breite Front auffällt, im 19. Jahrhundert das „Amtsmännische Haus“ hieß. Nach Aufhebung der Patrimonialgerichtsbarkeit wurde das Gräfliche Gericht Hardenberg zu einem Königlichen Gericht und Amt gemacht mit dem Sitz in Nörten. Das Königliche Amt in Nörten bestand jedoch nur von 1852 bis 1859; es war in dem „Amtsmännischen Hause“ untergebracht. Der letzte der Amtsmänner hieß Deichmann.
Seit 1987 ist die Sommerlinde (Tilia platyphyllos) als Naturdenkmal registriert. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Linde eine Höhe von 20-22 m, einen Stammdurchmesser von 1,3 m und einen Kronendurchmesser von 14 m.

Nach dem Ersten Weltkrieg ist der Schützenplatz unter Einschluss des zugeschütteten Feuerteiches in eine Kriegergedenkstätte umgewandelt worden. In der Mitte des Platzes wurde 1923 ein Denkmal, ein Obelisk, aufgestellt mit den Namen der gefallenen Kameraden.

Seit 1933 wurde der Platz Hindenburgplatz genannt.


Die Linde

Die Linde war stets ein beliebter Baum in Deutschland. Jedes Dorf besaß als Mittelpunkt eine Linde. Die Menschen wussten seit jeher, was sie an der Linde hatten. Die Hauptnutzung des Lindenholzes liegt in der Bildhauerei, Schnitzerei und der Drechslerei. Der Lindenbast wurde zu Bindearbeiten verwendet. Auch als Brennholz wurde sie genutzt.

Foto Lindenblüte
Lindenblüte
Foto Lindenblüte


Die Blüten der Sommerlinde sind eine gute Bienenweide aufgrund des hohen Zuckergehaltes ihres Nektars (bis zu 94%) und ihres hohen Zuckerwertes (bis zu 7,7 mg/Zucker/Tag je Blüte).Es ergeben sich Honigerträge von rund 0,8 kg pro Blütensaison und Baum.

Die Lindenblüte zählt zu bekanntesten Hausmitteln. Ihre Wirksamkeit ist in der Hausmedizin belegt. Lindenblütentee wird seit dem Mittelalter als schweißtreibendes und schlafförderndes Mittel bei Grippe oder Erkältung getrunken.

Getrocknete Lindenblüten

Getrocknete Lindenblüten zur Tee-Zubereitung


Die jungen Lindenblätter sind als Salat essbar.

Die Linde ist das Symbol der Liebe, der Güte, der Gastfreundschaft und der Bescheidenheit. Linden sind im germanischen Glauben der Göttin Freya geweiht, die als Göttin der Liebe, Schönheit und Fruchtbarkeit gilt. In der Literatur und im deutschen Volksliedgut finden wir die Linde an vielen Stellen.

In der Gastronomie in Deutschland ist der häufigste Gasthausname mit über 1000 Nennungen “Zur Linde“.

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