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Impressum
Bishausen
Wappen Bishausen

Ortsbürgermeister:

Jörg Ausmeier
Brüderweg 4
37176 Nörten-Hardenberg

stellv. Ortsbürgermeister:

Antje Gottwald
Bevertalstraße 22
37176 Nörten-Hardenberg
Telefon: 05503/8852

 


 

Einwohner:

853 (Stand: Oktober 2018)

Fläche:

5.040.325 m²

 


 

Wappenbeschreibung

 

In Rot oben aus einem silbernen Wellenbalken wachsend die gekreuzten oberen Teile eines goldenen Bischofsstabes und eines Kleeblatt-Kreuzes, unten ein wieder sehender goldener Biber.

 

Der Wappeninhalt deutet auf die Lage der Ortschaft im Bevertal und auf sein ältestes Vorkommen unter dem Namen „Biscopeshusen“. Ergänzt wird der Wappeninhalt durch den Hinweis auf das alterwürdige „Hohe Kreuz“ an der Straße nach Bishausen.

 


 

Geschichtliches

 

Bishausen, soll heißen Bischofshausen, war, wie schon der Name sagt, ursprünglich eine Truppsiedlung Höriger des Erzbischofs von Mainz. Die Siedelung wurde in gesunder, waldreicher Gegend angelegt, um die Grasflächen an der Bever und den angrenzenden Wald besser ausnutzen zu können. Sie ist wohl kaum vor dem Jahre 1000 entstanden, denn die Erzbischöfe von Mainz erhielten ihren Besitz in hiesiger Gegend erst durch Schenkungen der Sächsischen Kaiser, die von 918 bis 1024 Deutschland regierten.

 

Weiter hinauf im Bevertal liegt das Hardenbergische Vorwerk St. Margareten. Hier lag vor alter Zeit das Dorf Onshausen. Dieses gehörte ums Jahr 1100 dem Kloster Marienstein, doch ist es von demselben nicht erbaut, sondern nach und nach erworben worden. Das Kloster legte hier eine Mühle an und ließ zur kirchlichen Versorgung der Bewohner eine Kapelle bauen, die der heiligen Margarete geweiht wurde und deshalb St. Margareten hieß. Der Name der Kapelle ging dann auf das ganze Besitztum über. Nachdem das Dorf in den Besitz des Klosters gekommen war, verzogen sich die Bewohner allmählich. Die Häuser verfielen und wurden nicht wieder aufgebaut. Im Jahre 1558 erwarb der Freiherr von Hardenberg die Güter daselbst und ließ sie als Vorwerk des Hauptgutes einheitlich bewirtschaften. Seit 1869 ist St. Margareten mit Bishausen zu einer Feldmark verkoppelt.

 

Als die Erzbischöfe von Mainz in Geldverlegenheiten kamen, gaben sie gegen 1300 Bishausen an die Herren von Hanstein. Diese veräußerten es 1333 an die Herren von Hardenberg. Seit jener Zeit gehört Bishausen zu den Hardenbergischen Erbdörfern. Die Bewirtschafter der einzelnen Höfe, die gewöhnlich Meier hießen, hatten nun alljährlich bestimmte Teile ihrer Vieh- und Felderträge nach Hardenberg zu liefern, sowie Hand- und Spanndienste dort zu leisten.

 

Mit dem Übertritte der Hardenberger zur lutherischen Kirche wurden auch ihre Untertanen in Bishausen und St. Margareten lutherisch. Jetzt sind die Bewohner von Bishausen größtenteils lutherisch. Sie sind zu einer selbstständigen evangelischen Kirchengemeinde vereinigt, die als Filiale der evangelischen Pfarre in Nörten angegliedert ist. Die gegenwärtige evangelische Kapelle wurde im Jahre 1883 von dem Maurermeister Wilhelm Suthoff in Nörten erbaut und führt den Namen „St. Georg“ nach der alten, die im Jahre vorher abgebrochen werden musste.

 

Die katholischen Gemeindemitglieder von Bishausen bilden mit denen von Nörten ebenfalls eine Kirchengemeinde. Sie haben auch eine eigene Kapelle, in der aber nur einzelne Gottesdienste im Jahre abgehalten werden. Als Bishausen noch ganz katholisch war, veranstaltete man alljährlich am Fronleichnamstage vom Peterstifte in Nörten aus eine Prozession nach der Kapelle in Bishausen. An die katholischen Zeiten erinnern noch die Flurnamen „Brüderberg“, „Papenberg“, „Mönekensteg“ und „Popengrund“. Ebenso dürfte die Stelle „Am Hohen Kreuz“ in jener Zeit ihren Namen erhalten haben.

 

Hohes Kreuz
Hohes Kreuz
Dieses gewaltige Sandstein-Kreuz auf der hohen Südböschung der Landstraße von Bishausen nach Hardenberg ist gewiss ein so genanntes Wetterkreuz, das aus Dankbarkeit für ein an der Bishäuser Feldmark gnädig vorübergegangenes Unwetter errichtet wurde. Das Kreuz muss jedenfalls sehr alt sein, denn keine Sage erwähnt es, und es muss tief in die Erde gesunken sein, denn schon mancher hat sich durch Graben vergeblich bemüht, dem unteren Ende beizukommen.

 

 

Nachdem Bishausen Hardenbergisch geworden war, musste es alle Leiden, die diese Familie trafen, mit erdulden. So auch im Jahre 1485, als der Bischof von Hildesheim mit den Bürgern dieser Stadt in Streit geriet. Die Hardenberger hielten zum Bischofe, die Bürger der niedersächsischen Städte zu der Stadt. Im Jahre 1486, am Dienstag nach Pfingsten, kamen die Göttinger in der Nacht, kämpften erst vergeblich um den Hardenberg, und als sie da nichts ausrichten konnten, zündeten sie Bishausen an, nahmen den Leuten ihr Vieh weg und zogen mit der Beute heim.

 

 

Die Hardenberger Gerichtsherren hielten das Gericht über die Bishäuser unter der Tielinde, die an der Stelle stand, wo jetzt das Kriegerdenkmal steht. Es war eine der schönsten weit und breit. Sie ist erst in unseren Tagen durch frevelhafte Hände verbrannt worden. Bis 1852 unterstand Bishausen dem Hardenberg Patriomonialgerichte, dann kam es zum Amtsgerichte Northeim. Um dieselbe Zeit wurde auch die alte Erbuntertänigkeit mit ihren Naturallieferungen abgelöst, indem jeder Hofbesitzer eine einmalige Kapitalzahlung leistete, die dem achtzehnfachen Werte seiner Jahreslieferung an Naturalien gleich kam. Damit wurden die Höfe freies Eigentum der Bauern.

 

Die wirtschaftlichen Verhältnisse Bishausens haben sich seit Beginn des 20. Jahrhunderts vollständig geändert. Waren bis dahin die Bewohner, soweit sie nicht eigenen Grundbesitz bewirtschafteten, Hardenberger Tagelöhner, so sind sie heute in der Mehrzahl Industriearbeiter, die hauptsächlich in dem nahen Kalibergwerke, der Zuckerfabrik Nörten und im Eisenbahndienste lohnende Beschäftigung finden. Die Bevölkerung ist deshalb nach wie vor bodenständig. Die Döhne, Köpps, Lambrecht, Thiele, Saake sind seit Jahrhunderten hier heimisch.

 

Waren früher die Wohnungen beschränkt und die meisten der vielen Arbeiterhäuser ungesund, innen und außen verfallen, so hat sich in den Jahren nach dem Weltkriege ein allgemeiner sozialer Aufschwung bemerkbar gemacht. In und an den leichten Fachwerkshäusern kann man den Ordnungssinn der Bewohner bewundern. Aus elenden Hütten sind nette Wohnstätten geworden, geräumig, gut gelüftet und freundlich. Der auskömmliche Verdienst der Arbeiter ermöglicht ihnen die Instandsetzung ihrer früher verschuldeten Besitztümer. Jeder Arbeiter liest seine Zeitung. Ein Gesangverein und ein Kriegerverein zeigen, dass auch Gemeinschaftssinn im Dorfe lebt. Die Frauen helfen mit den großen Kindern das Einkommen des Vaters mehren, indem sie auf einem Stück Eigen- oder Pachtland das für den Haushalt nötige Brotgetreide sowie Kartoffeln und Gemüse bauen, einige Schweine mästen und Ziegen pflegen. Im Ganzen werden etwa 250 Ziegen hier gehalten. Der seit einigen Jahren bestehende Ziegenzüchterverein zählt etwa 100 Mitglieder.

 

Infolge der stark industriellen Tätigkeit der hiesigen Bevölkerung beschränkt sich der Handwerksbetrieb auf den notwendigsten Ortsbedarf. Eine Ausnahme macht die Tischlerei von W. Schnelle. Anfänglich eine kleine Tischerwerkstatt, hat sie sich zu einer großen Bau- und Möbeltischlerei mit Maschinenbetrieb entwickelt, die sich mit ihren Erzeugnissen den besten ihresgleichen an die Seite stellen kann. Auch das seit alters her heimische Drechslerhandwerk lebt wieder auf, nachdem es jahrelang fast ganz geruht hat. Die Engelhardsche Mühle, mit der ein Sägewerk und ein Dreschmaschinenbetrieb verbunden ist, arbeitet neuerdings auch mit elektrischem Antriebe.

 

Auch die Landwirtschaft, mit Ausnahme des Zuckerrüben- und Tabakbaues, ist in der Hauptsache auf den Ortsbedarf eingestellt. Dass in früheren Zeiten auch Flachs gebaut und verarbeitet wurde, bekundet der Flurname „In den Roden“. Er bezeichnet die Stelle, wo einst der Flachs zur Wasserröste eingelegt wurde.

 

Außer dem Gebiete von St. Margareten liegt in der Bishäuser Feldmark noch Hardenbergischer Besitz, der zu einem Teile an die Bishäuser verpachtet ist, um das Bedürfnis nach Selbsterzeugung von Brotgetreide und Kartoffeln zu befriedigen.

 

Bild Hof des Köpps vom Berge
Hof des "Köpps vom Berge"
Die wenigen Bauernhöfe sind nur klein. Zu den fünf größeren gehören je 40 bis 50 Morgen Land. Alle anderen sind wesentlich kleiner. Die Anlage der Höfe ist nicht einheitlich nach einem gewissen Baustile. Die Höfe bestehen meistens aus einem Wohnhause mit angebauten Stallungen und Wirtschaftsräumen. Eine Ausnahme bildet das Gehöft des Landwirts Franz Köpps „vom Berge“. Auf dem Berge gelegen, einheitlich im Baustile, bilden Wohnhaus, Stallungen und Wirtschaftsgebäude ein großes, geschlossenes Wesen, das alle anderen nach Lage und Schönheit überragt. Dieser Umstand und die stets vorbildliche Bewirtschaftung mögen dem Vater des jetzigen Besitzers im Volksmunde den Beinamen „Berggraf“ eingetragen haben. Von besonderer Bedeutung ist es, dass seit dem Jahre 1921 der künftige Hoferbe Dr. med. vet. Theodor Köpps hier tierärztliche Praxis betreibt.

 

 

Zum Besitze der Gemeinde Bishausen gehören leider nur wenige Morgen Wald. Er hat für die Versorgung mit Brennholz keine Bedeutung. Umso bedeutsamer ist die Holzberechtigung der Bishäuser im Nörtener Walde. Sie besteht nach dem Wortlaute eines gerichtlichen Erkenntnisses vom 15. Oktober 1745 darin, dass sämtlichen Einwohnern von Bishausen das Recht zusteht „am Dienstage und Freitag jeder Woche mit Ausnahme der katholischen Festtage unter Benutzung von eisernen Haken, Beilen, Barten, Schlagen und Keilen trockenes Holz, welches von den Bäumen abgefallen, sowohl die Büsche und Afterschlag, so trocken und Beklagte (d. i. die Gemeinde Nörten) nicht zu Zäunen und Bauernreinigung* bedürfen, nicht weniger trockene Stuken, so zum Klaftern untauglich, nicht nur im Eselhai**, sondern auch im stehenden holze zu lesen, auch in Trachten und auf Schiebekarren, auch Zug- und anderen Schlitten wegzuholen“.

 

Der Prozess um dieses Recht hat von 1730 bis 1760 gedauert. Es ist aber das oben angeführte Urteil in allen Instanzen bestätigt worden. Ein Fremder wundert sich, dass jetzt noch mitten im Sommer die Bishäuser auf Schlitten Holz aus dem Nörtener Walde holen. Das ist also geschichtlich aufzufassen.

 

Solange Bishausen rein katholisch war, hatte es keine eigene Schule. Schulzwang bestand damals noch nicht, und die wenigen Eltern, die das Bedürfnis hatten, ihre Kinder etwas lernen zu lassen, schickten sie nach Nörten zur Schule. Der erste lutherische Lehrer in Bishausen war Christoph Jünemann. Er unterrichtete die Kinder in seinem eigenen Hause, dessen jetzige Besitzerin die Witwe des Tischlers Louis Seela ist. Im Jahr 1733 wurde Ludolf Döhne sein Nachfolger. Auch er hielt die Schule in seinem Hause an der Oberen Straße. Die Nachkommen dieses Ludolf Döhne blieben bis zum Jahre 1887 Lehrer in Bishausen und ihr Haus Schulhaus des Dorfes. Nur einmal war die Reihe der Döhne unterbrochen durch den Lehrer Öttig, der von 1840 bis 1849 hier unterrichtete. Der letzte Lehrer aus dem alten Lehrergeschlechte Döhne, dem das Haus noch gehört, war auch Lehrer, aber leider nicht in Bishausen. Im Jahre 1880 kaufte die lutherische Gemeinde das jetzige Lehrerwohnhaus Nr. 77 und baute in den angrenzenden Garten die Schule, die 1887 nach dem Tode des Lehrers Heinrich Döhne bezogen wurde. Die Schule war bis zum Jahr 1909 einklassig. Ostern 1909 wurde sie in eine dreiklassige mit zwei Lehrern verwandelt. 1914 erbaute man eine zweite Schule mit einer Lehrerwohnung, die aber erst im Januar 1919 ihrer Bestimmung übergeben werden konnte.


Quelle: Heimatbuch des Kreises Northeim - 1924

* Eine Bauernreinigung ist eine Vereinigung der Bauern eines Dorfes zum Zwecke von Gemeindearbeiten, also zu Ausbesserungen von Wegen, Flussläufen usw. innerhalb der Feldmark. Diese Bezeichnung war bis zur Verkoppelung hier überall gebräuchlich.

** Ein Hai ist ein Teil des Waldes, der zu gleicher Zeit abgeholzt ist. Esel trugen damals das Holz aus dem Walde, deshalb Eselhai. An anderer Stelle ist die Eselbrücke, d. i. die Brücke, die die Esel mit ihrer Last überschritten.

 


 

Das Hohe Kreuz

 

Foto Hohes Kreuz
Das Hohe Kreuz

 


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