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Elvese
Wappen Elvese

Ortsbürgermeister:

Hartmut Ehmen
Im Kleinen Felde 9
37176 Nörten-Hardenberg
Telefon: 05503/803742

Stellv. Ortsbürgermeister:

Stefan Porde
Hillerser Straße 6
37176 Nörten-Hardenberg

 


 

Einwohner:

359 (Stand: Oktober 2018)

Fläche:

3.777.000 m²

Wohnbaugebiete:

 

 


Baugrundstücke:

 

 


 

Wappenbeschreibung

 

In Blau über drei silbernen Wellenbalken ein mit dem Bart nach unten und nach rechts gerichteter silberner Schlüssel.

 

Der Ortsname „Elvese“ deutet auf seine Lage an der Leine. Die Silbe „Elve“ in dem Ortsnamen kommt in mehreren Gemeinden im Landkreis Northeim vor. Sie weist auf deren Lage an einem Wasserlauf hin. Dieses wird auch in dem Wappen der Ortschaft Elvese durch die drei silbernen Wellenbalken dargestellt.

 

Der über den Wellenbalken liegende silberne Schlüssel ist dem Wappen der Grafen von Hardenberg entnommen, weil dieses Geschlecht in der Ortschaft Elvese Besitz und Pfandrechte hatte, wie es in den Nachbargemeinden Großenrode und Lütgenrode der Fall ist.

 


 

Geschichtliches

 

Eine erste schriftliche Erwähnung für Elvese findet man in den 'Traditionen' des Klosters Corvey, Seite 405 unter dem Namen EULFESHUSEN.

 

Das Kloster Corvey wurde 821 gegründet, bekam 822 seinen ersten Abt. Es wurde 823 unabhängige Reichsabtei und konnte jetzt Schenkungen annehmen. Viele Sachsensöhne traten als Mönche ein und sächsische Adelige schenkten dem Kloster Teile ihres Besitzes - und damit kommen wir wieder zu Elvese: An 41. Stelle der mit dem Jahre 822 einsetzenden Schenkungen ist folgendes festgehalten: Rioger übertrug dem Kloster alles, was er in Hersithi und in Hagershem besaß, ferner in Winedahusun vier Hörige und alles Land, in Eulfeshusen drei Hörige und alles Land, in Swenabeke einen Hörigen und einen halben Sklave. Zeugen Graf Wiricus... und 21 weitere Personennamen. Der historischen Forschung ist es gelungen, die Orte, auf welche sich die Schenkung bezieht, weitgehend zu identifizieren: "Hersithi ist vermutlich Harste, 9 km Nord-Nordwestlich von Göttingen, Hagereshem ist Heyersum , 12km Ost-Südost von Hildesheim; Winedahusun ist ein häufiger Ortsname und daher nicht lokalisierbar; EULFESHUSEN bereitet weniger Schwierigkeiten, es ist unser Ort ELVESE.

 

Elvese erscheint also hier in der ersten Hälfte des 9. Jahrhunderts als ein Ort, an dem der sächsische Adelige Rioger begütert ist und seinen ganzen Besitz hier einschließlich dreier Höriger dem Kloster Corvey schenkt. Geschätzter Datierungsansatz dieser Schenkung ist der Zeitraum der Jahre 822 - 826 - genauer ist der Zeitpunkt nicht zu erfassen. Für Elvese bedeutet dies, dass der Ort erheblich älter ist. (siehe Absatz Eins) Betrachten wir den Ortsnamen etwas genauer: Eulfeshusen läßt sich zerlegen in ein Grundwort (-husen) und ein Bestimmungswort (Eulfes-). -husen bedeutet "bei den Häusern", "Eulfes-" (Eulf) ist möglicherweise gebildet aus "Eo" = Gesetz und "Vulf" = Wolf. Der ursprüngliche Ortsname für das heutige Elvese, Eulfeshusun, könnte also in etwa bedeuten: "bei den Häusern dessen, der wie ein Wolf für Gesetz und Ordnung kämpft". Im Falle von Elvese liegt also eine typische altsächsische Namensbildung vor. Leider wissen wir nicht, wie es in den nächsten Jahrzehnten und Jahrhunderten mit Elvese weiterging.

 

Erst 1201 erwähnt eine Schrift wieder unser Elvese als Elveshem.

 

1318 belehnt Herzog Otto den Brüning von Woldershausen mit acht Hufen in Eluessen.

 

1336 gingen für 31 ½ Mark 4 ½ Hufen von den Woldershausern an die Northeimer Familie Giseler.

 

1338, 1341 und 1346 erscheint in Familienschriften Elvese immer als Eluessen.

 

1346 wird in einer Niederschrift für Nörten die Ortsbezeichnung "villa Elvesse" berichtet.

 

1353 ist im "Urkundenbuch von Bovenden" von dem Ort "von Elvesse" berichtet. In der "Hardenbergsammlung I" wird der Ort 1393 mit "to Elvese" bezeichnet. In einem Vertrag von 1398 zwischen Elvessen und dem Petersstift in Nörten ist von einer neu erbauten Kapelle die Rede, welche geweiht werden soll. Dies müßte bereits die zweite Kapelle von Elvese gewesen sein, wenn man unbestätigten Quellen Glauben schenkt, die von einer Kapelle um 1150 berichten.

 

1405 wird Heinrich Mutzeval mit zwei Hufen Land durch Herzog Otto in Eluessen belehnt.

 

1409 wird im "Hardenberger II" für einen Landanspruch der Ortsname Elvesse benutzt - 1410 in einer Familiensammlung dagegen als Elveße bezeichnet.

 

1469 verkauft Dietrich von Hardenberg den Rottzinsen zu Elvese für ein rotes Pferd und 1470 auch die Zinsen aus seinem Erbdorf Elvese dem Heinrich Gewerdes, durch dessen Witwe diese Rechte 1496 an die Kalandsbrüder in Northeim gelangten. Wie Elvese zum Erbdorf der Hardenberger wurde, ist nicht klar. Fest steht nur, dass obwohl Elvese bis 1478 dem Grubengericht auf dem Lindenberge zu Northeim unterworfen war - die Grafen von Hardenberg in Elvese bis 1500 unter der Thielinde Gericht hielten. Die Herren des Landes Göttingen verlangten einst Hoheitsrechte in Elvese, bezogen auf die Rechte der Grafen von Northeim. Als dann Göttingen 1584 dem Wolfenbütteler Herzog Julius zufiel, ließ Julius auch in Elvese sein Wappen als Zeichen der Besitzergreifung anbringen, die von Hardenberg entfernten es jedoch wieder. Sie untersagten ihren Untertanen, also auch den Elvesern, am 29.06.1585 an der Huldigung für Herzog Julius in Northeim teilzunehmen.

 

Seit Jost von Hardenberg 1584 die Reformation anerkannt hatte und seine Untertanen ihm in die neue Kirchenlehre gefolgt waren, hörte die kirchliche Bindung zu Nörten auf, aber noch 1609 lehnten die Elveser die Einführung der Braunschweiger Kirchenordnung ab. Der Elveser Bauermeister behauptete, man sei noch immer vom Stift Nörten abhängig und daher Untertan der Mainzer Erzbischöfe - was jedoch nicht zutraf. Elvese war ein Hardenberger Erbdorf, in dem die Hardenberger keine Herren über sich hatten. Die Rechtsverhältnisse zwischen Mainz, Göttingen und den Hardenbergern waren zu dieser Zeit in einem ungeklärten Zustand. Die Hardenberger betrachteten die niemals eingelösten Mainzer Pfänder als an sie verfallen. Sie suchten Rückhalt dafür beim Herzog, dem sie 1607 huldigten.

 

1609 besetzte der Herzog gewaltsam Nörten.

 

1635 wurde die Mainzer Landeshoheit formell wieder bestätigt, jedoch bereits 1636 verlangte Herzog Georg von Calenberg als neuer Landesherr von Göttingen die Huldigung der Untertanen.

 

1688 wurden die Elveser vom Nachfolger zum Scheffelschatz herangezogen und 1689 im Kopfsteuerverzeichnis wie Untertanen des Herzogs aufgeführt. Mit einem Vergleich wird 1692 Klarheit in den Rechtsverhältnissen geschaffen und das adelige Gericht Hardenberg dem Kurfürstentum Hannover eingegliedert.

 

1650 wird zum erstenmal ein Lehrer in Elvese genannt. Von jetzt an gingen die Kinder in Elvese zur Schule. Der Lehrer hielt auch den Kindergottesdienst ab.

 

1770 werden die Schwierigkeiten zwischen den Pfarren Hillerse und Großenrode für die Elveser Kirchgänger bereinigt.

 

1779 beschreibt der Stadtphysikus von Northeim Elvese mit 33 Wohnhäusern, dessen Bewohner vom Acker-, Lein- und Tabakanbau leben.

 

1792 wird eine neue Schule gebaut.

 

1830 wurde mit dem Ablösungsgesetz die Abhängigkeit der Bauern von den Hardenbergern aufgehoben. Es blieb ein 200 Morgen großer Hardenberger Hof im Dorf.

 

1850 war ein ereignisreiches Jahr, das Gericht Hardenberg wird zum Gericht Nörten und die Cholera sucht Elvese heim.

 

1859 wird das Gericht / Amt Nörten dem Amt Northeim eingegliedert. Seitdem nimmt Elvese an den Geschicken des späteren Landkreises Northeim teil.

 

1867 - 1871 werden die Ländereien des Dorfes verkoppelt.

 

1873 wird der Männergesangverein "Eintracht" Elvese gegründet.

 

1911 wird das alte Schulhaus durch ein neues ersetzt.

 

Ab 1920 finden Elveser Bürger Arbeit im Kalibergbau und in der Zuckerfabrik.

 

1924 berichtet Lehrer Kraft von einer Posthilfsstelle mit öffentlichem Fernsprecher.

 

Im ersten Weltkrieg 1914 - 18 fallen 7 Elveser Bürger.

 

Der zweite Weltkrieg von 1939 - 1945 fordert 17 Opfer.

 

1952 wird die "Freiwillige Feuerwehr" gegründet. Sie ersetzt die bisher vom Land geforderte Pflichtfeuerwehr.

 

1969 werden die Schulsprengel in Niedersachsen neu geordnet und Elvese verliert seine Schulhauseinrichtung. Die Kinder müssen jetzt nach Nörten zur Schule mit einem Kleinbus fahren. In das leerstehende Schulhaus zieht die Feuerwehr ein.

 

Vor der Gemeindereform von 1974 verliert Elvese im Jahre 1971 seine Selbständigkeit und wird aufgrund eines Vertrages der Gemeinde Nörten-Hardenberg zugeschlagen. Bürgermeisteramt und Gemeinderat werden aufgelöst.

 

1989 beginnt man mit dem Neubau eines Dorfgemeinschafts- und Feuerwehrgerätehauses, das mit großer Eigenleistung der Elveser Einwohner erstellt wird. 1990 wird das Haus fertiggestellt und feierlich in Betrieb genommen.

 

Durch Änderung der "Niedersächsischen Gemeindeordnung" können am 01.11.1996 endlich wieder ein Ortsbürgermeister und ein Ortsrat gewählt werden und zum Wohle von Elvese seine Arbeit aufnehmen.

 

Die Zukunft wird zeigen, was sich in Elvese ereignen wird, das wichtig ist, in der Ortschronik niedergeschrieben zu werden.

 

Manfred Oftring, Elvese


(Unterstützung bei der Erstellung dieser Chronik durch: Nordrhein-Westfälisches Staatsarchiv Münster, Uni Göttingen Abteilung Sprach- und Namensforschung und Institut für Historische Landesforschung.)

 


 

Aus alten Zeiten

 

Foto Gasthaus Poppe

 

Foto Elvese
Foto Elvese

 

Ansichtskarte Gruß aus Elvese

 

Foto Hochwasser

 


 

Eselfest

 

Foto Esel
Einmal jährlich im März treiben es die Elveser “närrisch”: der Esel wird durch’s Dorf getrieben: ein mit einem Eselskopf aus Pappe und in Decken eingehüllter Junggeselle. Alt und jung verkleiden sich und sammeln Würste, Eier oder Geld. - Früher, bevor die Umgehungsstrasse gebaut war, wurde dann auch schon mal von durchfahrenden Ortsfremden “Durchfahrtszoll” verlangt.

 

 

 

Nachdem der Tross durch das gesamte Dorf gezogen ist, wird das gesammelte anschließend gemeinsam im Dorfgemeinschaftshaus verzehrt und vertrunken. Und getanzt werden darf natürlich auch. Die Ausrichtung des “Eselfestes” teilen sich der Männergesangverein und der Feuerwehrverein, ab 2005 der V.I.P. Jugendclub und der Feuerwehrverein.


Jürgen Meinshausen, Elvese - www.meinshausen.net

 


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