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Impressum
Sudershausen
Wappen Sudershausen

Ortsbürgermeister:

Jürgen Stierand
In der Klappe 2
37176 Nörten-Hardenberg
Telefon: 05503/894042

stv. Ortsbürgermeister:

Bernd Tristram
Im Sacke 15
37176 Nörten-Hardenberg

 

 



Einwohner:


486 (Stand: Oktober 2018)



Fläche:


8.517.209 m²



Wohnbaugebiete:

 

 

 

 

 

 

 

Wappenbeschreibung

 

 

 

 

In Blau ein goldener Besen, begleitet von zwei silbernen Birkenblättern.

 

 

 

 

Der Ort hat früher aus einem reichen Birkenbestande immer Besen geliefert und heißt deshalb auch im Volksmunde „Besenbinderdorf“. Sudershausen ist immer noch eng mit seinem Walde verbunden, auch das sollen die Birkenblätter andeuten.

 

 

 

 

Aus alten Zeiten


Die Tückemühle im Bevertal

Erinnerungen an ein Ausflugslokal

 

 

 

 

 

 

 

Tückemühle 1940
Tückemühle 1940
Sudershausen (ga) Etwa einen Kilometer vor der Ortschaft Sudershausen in einer der reizvollsten Gegenden des Bevertales, der Perle im Bevertal, lag einst die idyllisch gelegene Tückemühle.

 

 

Anstelle der 1912 abgebrannten Wassermühle lockte hier, inmitten schönster Umgebung, ein gepflegtes Ausflugslokal zur Rast. Im Garten der Tückemühle atmet man den würzigen Duft einer Landschaft mit tief dunklem Tannenwald.

 

 

 

 

Die Tückemühle wurde 1840 schon als echte Wassermühle erwähnt. Im Jahr 1912 brannte die alte Mühle völlig ab. Der letzte Müller hieß Bachmann.

 

 

 

 

 

 

 

Tückemühle 1949
Tückemühle 1949
1920 wurden die Mühlengebäude wieder aufgebaut. Sie dienten zur Unterbringung einer Arbeiterfamilie aus dem Vorwerk St. Margarete. Herr Allnoch aus Göttingen übernahm 1932 die Mühlengebäude und baute diese zu einem freundlichen und sehr schönen Ausflugslokal um.

 

 

Die Familie Otto Schneider erwarb 1936 das Anwesen Tückemühle. Durch den überaus großen Besucherandrang musste das Gebäude durch einen Anbau erweitert werden. Außerdem wurde eine weiträumige Café-Garten-Anlage geschaffen. Die Tückemühle war somit zu einer weit über die Grenzen des Landkreises hinaus beliebten Gaststätte geworden.

 

 

 

 

Sie war Treffpunkt der Sudershäuser Vereine, sie war Ausflugsziel zahlreicher Wandergruppen und sie war nicht zuletzt Ziel unzähliger Kaffeefahrten. Besonders im Sommerhalbjahr, wenn die Familien eine Wanderung in die erwachte Natur unternahmen, war die Tückemühle ein beliebtes und begehrtes Wanderziel.

 

 

 

Tückemühle 1951
Tückemühle 1951
Aus Altersgründen musste die Familie Schneider im Spätherbst 1962 den Gaststättenbetrieb aufgeben. Otto Schneider verzog nach Northeim. Im April 1963 wurde die Tückemühle abgerissen. Anstelle der alten Tückemühle sollte jedoch unverzüglich ein neues und hochmodernes Kaffee- und Pensionshaus errichtet werden. Leider verstarb der neue Eigentümer, Herr Vogel aus Nörten-Hardenberg, vorzeitig.

 

 

Heute erinnert nichts mehr an die schöne Tückemühle. Von Wald und Buschwerk ist alles überdeckt.

 

 

 

 

 

 

 

Tückemühle 1958
Tückemühle 1958

 

Im Jahr 1954 trug ein dankbarer Wandersmann in das Gästebuch folgenden Vers ein:

Zwischen Wäldern und Feldern so einsam im Tal,
fließt silbern ein Bächlein so still und so klar.
Es nennt sich schlicht Bever, ein jeder dies weiß,
und trieb hier vor Jahren ein Mühlenrad im Kreis.

Doch wie schon gesagt – lang, lang ist das her,
heut ruht das Mühlenrad, es dreht sich nicht mehr.
An dieser Stelle ein Gasthaus jetzt winkt,
es heißt dich willkommen, Musik daraus klingt.

Wer hier einmal gewesen, kommt gerne zurück,
sieht träumend ins Weite und hell wird sein Blick.
Vergisst seine Sorgen, vergisst seine Not,
und ist mit Zufriedenheit ein Tückemühlenbrot.

Das wird dir gut munden, dazu ein Glas Bier,
wie gut tut die kühlende Abendluft hier.
Kein Lüftchen regt sich, kein Laut bricht die Still,
bleib hier, sagt dein Herz, es weiß, was es will.

 

 

 

 

 

 

Tückemühle 1960
Tückemühle 1960

 

In einer Zeitungsanzeige aus den 50er Jahren ist zu lesen:

Willst du dich richtig mal erholen,
so mach dich sonntags auf die Sohlen.
Zur Perle dort am Beverstrand,
auch Tückemühle sie genannt.

Pension und Mittagstisch
Busverbindung jeden Sonntag, 14.00 Uhr, ab Stadtcafé Göttingen.
Rückfahrt: 18.10 Uhr

 

 

 

 

 

 

Das waren noch Zeiten, für die Dorfjugend aus Sudershausen unvergesslich, die Tückemühle.

 

 


Kranzreiten - Pfingstbrauch vergangener Jahrzehnte

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sudershausen(ga) In einem alten Zeitungsartikel aus dem Jahr 1925 fand Ortsbürgermeister Hans- Ulrich Gobrecht folgenden Bericht über das Kranzreiten in Sudershausen:

 

 

 

 

 

Ein sehr alter Pfingstbrauch, das Kranzreiten, findet noch jetzt in Sudershausen statt. Das Kranzreiten ist ein Wettreiten, welches die jungen Burschen des Dorfes, unter der Beteiligung aller Dorfbewohner ohne Rücksicht auf das Wetter zweiten Pfingstnachmittag durchführen. Die Pferde, im Alter von 4 bis 8 Jahren, werden von den Bauern zur Verfügung gestellt.

 

 

 

 

Die jungen Mädchen legten Geld zusammen, wofür ein wollenes Umschlagtuch gekauft wurde. Außerdem winden die Mädchen aus Grün und Blumen einen Kranz, etwa 75 cm im Durchmesser.

 

 

 

 

Aus der Mitte der jungen Mädchen werden, ohne Unterschied des Standes, zwei Ehrendamen ausgelost, die das Tuch dem Zuge auf einer Holzgabel voran zu tragen haben.

 

 

 

 

An dem Zuge beteiligen sich außer den Einwohnern Sudershausens viele Zuschauer aus den umliegenden Ortschaften. Am Nachmittag des zweiten Pfingstfeiertages nach beendetem Gottesdienst, versammeln sich alle vor einer der beiden Gasthäuser und nehmen Aufstellung in folgender Ordnung:

 

 

 

 

voran die beiden Ehrendamen, dann die Musik, hinter dieser die Reiter, danach die übrigen Teilnehmer.

 

 

 

 

Der Zug bewegt sich zu der Wiese, auf der geritten werden soll. Die Reitbahn hat eine Länge von 3oo bis 400 Meter. An dem höchstliegenden Ende der Wiese wird der Kranz aufgesteckt und bildet das Ziel. Am gegenüberliegenden Ende der Wiese starten die Reiter. Auf das Signal des Hornisten wird dann losgeritten. Der Ritt wird dreimal wiederholt. Beim jedesmaligen Ritt nimmt der das Ziel zuerst erreichende Reiter den Kranz ab, der jedoch nach den beiden ersten Ritten wieder auf gesteckt wird.

 

 

 

 

Als Sieger gilt nur der beim dritten Ritt den Kranz abnehmende Reiter, er heißt am zweiten und dritten Pfingsttag der König und führt bei den an diesen beiden Tagen stattfindendem Tanzvergnügen das Kommando.

 

 

 

 

Nachdem der Kranz abgenommen, wird dieser dem Siegerpferd von seiner Reiter um den Halt gehängt, die Ehrendamen stecken dem Reiter das Tuch auf beiden Schultern fest, so dass es den Rücken herunter hängt. Die Musik spielt auf der Wiese dem König zu Ehren ein Musikstück, wonach der Zug sich in derselben Ordnung, wie er gekommen, nach dem Dorfe zurückbewegt.

 

 

 

 

Vor der Gastwirtschaft, in der das Tanzvergnügen stattfindet, bekommt der König von seinen Mitstreitern ein Hoch soll er leben dargeboten. Der König hat danach fünfmal Hoch zu rufen, das erste auf die Mitreiter, das zweite Hoch auf die Ehrendamen, das Dritte auf die vom Pferde gefallene Reiter, welche auch Grashüpfer genannt werden, das vierte Hoch auf die Musik und das Fünfte auf die Zuschauer auszurufen. Für jedes Hoch hat der König eine Runde Bier den Reitern und der Musik zu spenden.

 

 

 

 

Hiernach werden die Pferde in den Stall geführt. Über der Stalltür des Siegerpferdes wird der Kranz befestigt und bleibt bis zum nächstjährigen Pfingstfest dort hängen. Der König hat das Tuch den ganzen Nachmittag zu tragen. Die Reiter begeben sich, nachdem sie sich umgezogen haben, zum Tanzboden.

 

 

 

 

Der König erhält einen Ehrentanz, den er nur mit den Ehrendamen tanzen darf. Ebenfalls bekommen die Mitreiter und schließlich auch die Grashüpfer noch einen Ehrentanz. Hiernach beginnt der allgemeine Tanz. Es ist eine schöne altgermanische Sitte, deren Pflege bis auf die Jetztzeit des Jahres 1925 der Gemeinde Sudershausen zur Ehre gereicht.

 

 

 

 

Geschichtliches


Die Wüstung Leisenrode

 

 

 

Foto Leisenröder Kirchenruine
Die älteste Urkunde, welche über die Besiedlung von Leisenrode berichtet, stammt aus dem Jahr 1281. Die erste Besiedlung hat zwischen 500 und 550 nach Christi stattgefunden.1309 berichtet eine Urkunde von der Erhebung der Kapelle Leisenrode zur Pfarrkirche. Vom Kloster Katlenburg wurde der erste Pastor in Leisenrode eingesetzt.

 

 

Leisenrode ist eine der besterhaltensten Wüstungen unseres Heimatgebietes, da die gesamte Ortsstelle, sowie auch die Ackerflächen unter dem Wald liegen. Als Rest des Dorfes steht noch heute die Kirchenruine, welche in der Dorfmitte von Leisenrode gestanden hat. Daneben sind einige markante Hügel zu finden, welche als ehemalige Hausstätten oder Höfe gedeutet werden. Weiter ist der Rest eines Brunnens und schließlich das ausgedehnte System der Wölbäcker zu finden.

 

 

 

Foto Leisenröder Kirchenruine
Die Hochäcker entstanden durch das Pflügen mit dem Streichbrettpflug. Ihre durchschnittliche Breite beträgt ca. 15 Meter, bei einer durchschnittlichen Scheitelhöhe von ca. 40 cm. Bei Untersuchungen stellte sich heraus, dass einzelne Streifen- oder Beetgruppen zusammengehören. Hierbei handelt es sich entweder um Rodungsgemeinschaften, oder um die Fläche, welche zu einem Hof gehörte.

 

 

Die Ackerflur von Leisenrode war etwa 120 ha groß. Im Jahr 1320 betrug ihre größte Ausdehnung etwa 230 ha. Die Anzahl der Höfe dürfte bei ca. 20 gelegen haben. Die Ackerflur reichte im Norden bis an den Langfast heran, im Osten bis an den Gillersheimer Wald, im Süden bis nach Spanbeck und im Westen bis vor die Tore von Sudershausen.

 

 

 

 

Für das ehemalige Landschaftsbild war die starke Durchdringung des ursprünglich geschlossenen Waldes durch offenes Kulturland typisch, so dass nur noch kleinere Restwälder übrig geblieben waren.

 

 

 

 

Man hatte sie von der Rodung ausgenommen, da sie für die Landwirtschaft ebenso wichtig waren. Der Wald lieferte Bau- und Brennholz, er diente aber auch als Hüte- und Mastweide dem Vieh. Für die meisten Wüstungen lässt sich daher auch ihr Mittelalterlicher Wald nachweisen.

 

 

 

 

Dabei wurden häufig nicht die nächstgelegenen Wälder benutzt. Als bereits um 1500 wieder schlagreife Wälder auf der Wüstung Leisenrode vorhanden waren, wurden diese nicht nur von den umliegenden Dörfern, sondern sogar aus dem 15 km entfernten Bovenden genutzt.

 

 

 

Foto Leisenröder Kirchenruine
Über das Wüstwerden selbst gibt es keine schriftlichen Zeugnisse. Erst wenn wüste Höfe oder Siedlungen verkauft werden, erscheint etwas in den Urkunden. Der Beginn der Wüstungsperiode ist auf 1320 anzusetzen. Das Dorf muss um 1450 endgültig wüst geworden sein. Noch im Jahr 1449 wurde vom Konvent des Klosters Katlenburg ein Pastor für Leisenrode eingesetzt. Bis 1620 lagen noch im Bereich der Ortsstätte ein kleiner Acker und sieben Wiesenparzellen.

 

 

Gründe für das Wüstwerden:

 

 

 

 

Leisenrode liegt 240 m über dem Meeresspiegel. Die Bodengüte ist besser als bei den übrigen Wüstungen. Zu 50% für Ackerland gut geeignet, zu 50% für Grünland sehr gut geeignet.

 

 

 

 

Zu damaliger Zeit gab es zahlreiche Streitigkeiten zwischen den kleinen Dörfern. Möglich sind auch Krankheiten wie die Pest, Ursache des Aussterbens.

 

 

 

 

Leisenrode wurde nach und nach geräumt. Dafür spricht, dass das Kloster Katlenburg aus der Kirche des wüsten Dorfes alles das abfahren ließ, was an Gerät, Glocke und dergleichen noch brauchbar war. Die Bewohner zogen überwiegend in das damals im späten Mittelalter befestigte Gillersheim, welches der Bevölkerung mehr Schutz bot.

 

 

 

 

Heute stehen auf der ehemaligen Ortsstätte und den Ackerfluren überwiegend Eichen und Buchen, die besonders um die Kirchenruine herum sehr ausgeprägt sind. An einigen Stellen sind die Bäume mehr als 400 Jahre alt.


In Sudershausen wurde eine Straße nach dem wüst gewordenen Dorf benannt, die Leisenröder Straße.

 

 

 

 

Sage


Die Zwerge im Heimkenstein

 

 

 

 

 

 

 

Einst hatte Beckmann, ein Bauer aus Sudershausen, seinen Acker im Tale zwischen den beiden Hügeln des Heimkensteines mit Erbsen bestellt. Zur Zeit der Reife bemerkte er, dass ihm die reifen Schoten immer abgepflückt wurden. Um den Dieb zu fangen, entschloss er sich, eine Nacht auf seinem Erbsenfelde zu wachen. Da sah er dann, wie aus einer Höhle in einem der beiden Hügel sieben Zwerge kamen, welche nach seinem Acker eilten und dort emsig Erbsenschoten pflückten. Wartet nur, denkt er Euch will ich schon kriegen. Beckmann schleicht sich nach der Seite, von welcher die Zwerge gekommen sind, um ihnen den Rückzug abzuschneiden und ruft dann mit lauter Stimme: "Halt, stehen bleiben!"

 

 

 

 

 

Erschreckt hören die Zwerge sofort auf mit Pflücken und als ihnen Beckmann droht, er werde sie mit seinem Stocke alle totschlagen fallen sie vor ihm auf die Knie, bitten herzerweichend um Gnade und versprechen, den angerichteten Schaden reichlich zu ersetzen, wenn er sie ungeschädigt zur Höhle zurück gehen lasse. Bauer Beckmann lässt sich erweichen und fragt, was sie ihm dafür geben wollten. Die Zwerge bieten ihm soviel Goldstücke, wie sie Erbsenschoten gepflückt haben.

 

 

 

 

Beckmann ist damit sehr einverstanden, die abgepflückten Erbsenschoten werden gezählt und dann ein Zwerg in die Höhle geschickt, um die entsprechende Anzahl Goldstücke zu holen. Nachdem der Goldbote zurückgekehrt ist, Bauer Beckmann seinen Schatz in einen Beutel gepackt und die Zwerge feierlich gelobt haben, nie wieder Erbsen stehlen zu wollen, gehen sie zur Höhle zurück. Beckmann macht sich mit seiner reichen Beute auf den Heimweg. Unterwegs kann er aber die Freude nicht versagen, die schönen Goldstücke noch einmal anzusehen.

 

 

 

 

Er legt seinen Sack auf die Erde, öffnet ihn und sieht, oh Schreck, nicht Goldstücke, sondern lauter Pferdeäpfel sind in dem Sack. Erbost über diesen Betrug der Zwerge schüttet er die Rossäpfel auf dem Weg und geht schimpfend seines Weges weiter. Zuhause angekommen, erzählt er seiner Frau, was ihm geschehen ist und wendet zur Beteuerung der Richtigkeit seiner Erzählung den Beutel um. Da fallen noch einige blanke Goldstücke heraus. Sehr verärgert über seine Voreiligkeit läuft Bauer Beckmann zu der Stelle zurück, an der er den Sack geleert hat, findet aber trotz eifrigen Suchen nichts, sondern hört nur, wie aus der Ferne des Heimkensteines ein höhnisches Gelächter erschallt.

 

 

 

 

 

 

 


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Glocke im Schnee verschollen
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