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Großgemeinde
Gemeindegebiet Nörten-Hardenberg Gemeindegebiet



Einwohner:
8118 (Stand: 30.04.2013)

Fläche:
54.097.410 m²

Geschichtliches


Der Flecken Nörten-Hardenberg in seiner heutigen Struktur besteht aus den Ortsteilen Angerstein, Bishausen, Elvese, Lütgenrode, Nörten-Hardenberg, Parensen, Sudershausen und Wolbrechtshausen. Die Nörtener Landschaft ist, historisch betrachtet, das Gebiet, das vormals dem Erzbischof von Mainz in dieser Gegend gehörte, und der Bereich der Herrschaft Hardenberg.

Nörten-Hardenberg kann auf eine lange und bewegte geschichtliche Vergangenheit zurückblicken. Es wird angenommen, dass schon etwa 400 n. Chr. die Anfänge einer Siedlung in Nörten existierten. Mitte des 8. Jahrhunderts wurden die Franken Herren unserer Heimat.

Im Zusammenhang mit der fränkischen Christianisierung wird wohl die Pfarrkirche St. Martini bereits in karolingischer Zeit gegründet worden sein.

Nörten findet als "Northun" erstmals in einer Urkunde des Erzbischofes Willigis von Mainz Erwähnung. Schon bald konnte sich der Ort beachtlich entwickeln. Der Schutz der Burg Beverstein, des heutigen Hardenberg, ließ Nörten schon um das Jahr 1000 zu einem größeren Marktflecken werden.

Erzbischof Lupold von Mainz gründete 1055 das bis 1803 bestehende Petersstift. Das Stift stellte seit 1150 den Archidiakon für die 12 Tauf- oder Mutterkirchen Südniedersachsens und hatte damals als kirchliche Aufsichtsinstanz ein Gebiet von 500 km² unter sich. Die wachsende Bedeutung von Nörten dokumentiert sich auch in der Verleihung der Stadtrechte durch Kaiser Karl IV im Jahr 1360.

Nörten wurde ein Wochenmarkt zugestanden und das Recht, von durchziehenden Wagen Zoll zu erheben.

Als Herzog Wilhelm von Sachsen gegen Beverstein zog und dabei Nörten niederbrannte, erhielt der Ort Wall und Graben zu seinem besseren Schutz. Der Wert der Anlage sank aber bald durch die Erfindung und militärische Nutzung des Schießpulvers.

Das ehemalige Erzstift und Mainzische Amt kam nach der Reformation 1609 unter welfische Herrschaft und bestand unter dem Namen "Adliges Gericht Hardenberg" bis zum Jahre 1851 weiter. Im Laufe der Jahrhunderte trug Nörten die amtliche Bezeichnung Bleek, Vlek, Flecken, hatte aber immer eine stadtähnliche Verfassung und städtischen Charakter. Im Jahre 1717 erhielt Nörten von seinem Landesherrn, König Georg, das Recht, drei Jahrmärkte abzuhalten, die bis 1928 bestanden. Von 1852 bis 1859 war Nörten ein "Königliches Amt". Nach Durchführung verschiedener Verwaltungsreformen gehörte der Flecken seit 1855 zum Kreis Northeim, dessen Amtsgericht in Gerichtssachen zuständig wurde.

Im Jahre 1928 erfolgte die Eingemeindung der Landgemeinde Marienstein und im darauffolgenden Jahr die des Gutsbezirks Hardenberg in den Flecken Nörten, der seit dieser Zeit Nörten-Hardenberg heißt.

Wegen der romantischen Burgruine und ihrer hervorragenden landschaftlichen Lage bestimmte der Oberpräsident in Hannover Nörten-Hardenberg im Jahre 1936 zur Fremdenverkehrsgemeinde.

Die Verfassungs- und Gemeindeordnungsveränderungen von 1934/35 beseitigten die rechtlichen Unterschiede von Städten und Landgemeinden und so die besondere Stellung des Fleckens Nörten-Hardenberg.

Durch die Verwaltungs- und Gebietsreform entstand 1974 schließlich die Einheitsgemeinde Nörten-Hardenberg.

Erstaunlich ist die Entwicklung seit dem letzten Weltkrieg, die sicherlich durch die sehr günstige Verkehrslage des Fleckens Nörten-Hardenberg an der Bundesbahnlinie Hannover-Kassel, der Bundesautobahn Frankfurt-Hannover und den Bundesstraßen 3 und 446 unterstützt wurde und wird.

Heute ist die Wirtschaftsstruktur des Fleckens durch die Vielzahl von Gewerbe- und Handwerksbetrieben sowie Einzelhandelsgeschäften reich differenziert. In über vierhundert Betrieben finden sich weit über 1000 Arbeitsplätze. Darüber hinaus wurden hier mehrere neue Industrienunternehmen angesiedelt. Gelände für weitere Industrieniederlassungen steht bereit.

Auch auf kulturellen, sozialen und kommunalem Gebiet sind beachtliche Leistungen erbracht worden, so dass alle Ansprüche, die an eine moderne Kommune gestellt werden, erfüllt werden können. So stellt sich der Flecken Nörten-Hardenberg heute als ein blühendes Gemeinwesen mit 9000 Einwohnern dar, dessen stetige Aufwärtsentwicklung gesichert ist und das zuversichtlich in die Zukunft blicken kann.

Partnergemeinde ist die französiche Gemeinde Bondoufle, La Ville Nouvelle, in der Region Essone, 35 km südlich von Paris, gelegen an der Autobahn Paris-Lyon mit über 10.000 Einwohnern.

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Angerstein
Angerstein
Bishausen
Bishausen
Elvese
Elvese
Lütgenrode
Lütgenrode
Nörten-Hardenberg
Nörten-Hardenberg
Parensen
Parensen
Sudershausen
Sudershausen
Wolbrechtshausen
Wolbrechtshausen