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Kreisverkehrsplatz
Knotenpunkt Göttinger Straße/Burgstraße

Bestand



Der Knotenpunkt Göttinger Straße/ Burgstraße befindet sich am Südrand des Sanierungsgebiets. Der Verkehr wird über eine Lichtsignalanlage gesteuert. Vorfahrtstraßen sind die Göttinger Straße und die Burgstraße (abknickende Vorfahrt).

Die Seitenbereiche dienen dem nicht-motorisierten Verkehr zur Fortbewegung. Ampelgesteuerte Überquerungsmöglichkeiten bestehen auf allen drei Kreuzungsseiten.

Foto Knotenpunkt Göttinger Straße/Burgstraße

Städtebau und Straßenquerschnitt

Der Knotenpunkt wird von Bebauung eingefasst. Während entlang der Westseite eine weitgehend geschlossene Randbebauung besteht, grenzen im Südosten und Nordosten mit den Grundstücken der der Evangelischen Kirche und der Post Einzelbebauungen ohne geschlossenes Gefüge an den Kreuzungsbereich. Der repräsentative Vorplatz der Evangelischen Kirche grenzt unmittelbar an den Fahrbahnrand der Göttinger Straße.

Der Verkehr auf der Göttinger Straße in Richtung Norden und Osten wird auf jeweils einer separaten Fahrspur geführt. In Gegenrichtung steht für den Verkehr in Richtung Süden und Osten auf eine Spur zur Verfügung. Für den fahrenden Verkehr auf der Burgstraße sind jeweils eine Fahrspur für den Rechts- und Linksabbieger eingerichtet.

Der südlich und nördlich an den Knotenpunkt angrenzende Straßenquerschnitt der Göttinger Straße weist eine Breite von 12 m bis15 m auf, in der Burgstraße sind es konstant 13 m. Die einzelnen Fahrspuren sind jeweils rund 3,0 m breit, die dem nicht-motorisierten Verkehr vorbehaltenen Seitenbereiche zwischen 1,8 m entlang der Burgstraße und rund 2,5 m entlang der Westseite der Göttinger Straße.

Material und Mobiliar

Der Knotenpunkt ist vollversiegelt. Die Fahrbahn ist als Asphaltdecke angelegt. Der Fahrbahnbereich ist durch ein Hochbord von den Seitenbereichen abgesetzt. Die Oberfläche des Seitenbereichs entlang der Westseite der Göttinger Straße ist mit Gehwegplatten aus Beton gedeckt. Die Burgstraße wird von asphaltierten Fußwegen begleitet. Für den Seitenbereich des unmittelbar an den Knotenpunkt angrenzenden Kirchengeländes ist ein dreieckiger roter Klinkerstein verwendet worden.

Das Grundstück der Evangelischen Kirche ist mit einem üppigen Baumbestand eingegrünt. Entlang der Nordseite wird das Grundstück durch eine geschnittene Hainbuchenhecke eingefasst. Ein Baumrondell grenzt im Nordwesten des Grundstücks unmittelbar an den Fahrbahnrand der Göttinger Straße.

Angrenzende Nutzungen

Der Knotenpunkt liegt im Bereich des Geschäftszentrums von Nörten-Hardenberg. Die Erdgeschossflächen entlang der Göttinger Straße werden vorwiegend gewerblich genutzt. Wohnnutzung besteht zum Teil in den Obergeschossen. Darüber hinaus grenzen mit der bereits erwähnten Evangelischen Kirche und der Post kirchliche Nutzungen und Dienstleistungsunternehmen unmittelbar an den Knotenpunkt.

Verbindungs- und Aufenthaltsfunktion

Die Göttinger Straße führt in Nord-Süd-Richtung durch den Ort. In Fahrtrichtung Norden wird über die Lange Straße der Altstadtbereich Nörten-Hardenbergs erreicht. Die Göttinger Straße bindet als Kreisstraße den Ort an das übergeordnete Bundesstraßennetz (B 446, B 3) an. Über die Hannoversche Straße wird in Fahrtrichtung Süden die Ortschaft Angerstein erreicht.

In östlicher Richtung werden über die Burgstraße die Ortsteile Bishausen und Sudershausen erreicht. Im Innerortsbereich werden über die Burgstraße nördlich und südlich angrenzende Wohngebiete erschlossen.

Der Knotenpunkt ist stark vom fahrenden Verkehr frequentiert. Dem Aufenthalt dienen vorwiegend die im Seitenbereich angelegten Fußwege.

Analyse


Der Knotenpunkt wird in hohem Maße vom motorisierten Verkehr eingenommen. Da die Ortsumgehung die Verkehrsströme in bzw. aus Richtung Burgstraße nicht beeinflusst, ist die durchschnittliche tägliche Verkehrsstärke unverändert hoch. Im Zusammenhang mit den angrenzenden gewerblichen und kirchlichen Nutzungen ist die Frequentierung des Knotenpunktes durch den nicht-motorisierten Verkehr ebenfalls hoch.

Städtebau und Straßenquerschnitt

Während der Knotenpunkt im Westen von einer geschlossenen, zur Straße orientierten Randbebauung gefasst wird, löst sich die einfassende Randbebauung im Osten mit den vom Straßenraum zurückgesetzten Solitärgebäuden. Die Raumbildung ist aufgrund des geradlinigen, unstrukturierten Nord-Süd-Straßenverlaufs der Göttinger Straße eingeschränkt.

Der mehrspurige Fahrbahnbereich dominiert den Straßenraum. Im Zusammenhang mit der Nord-Süd-Exponierten Ausrichtung der Göttinger Straße wirkt der Raum haltlos und fließend.

Die Evangelische Kirche wirkt mit ihrem nach Westen orientierten Turm als städtebauliche Dominante. Das eingegrünte Grundstück wirkt als Ruhepunkt innerhalb des stark frequentierten benachbarten Kreuzungsbereiches. Der das Kirchenglände umgebende dichte Grünbestand östlich des Vorplatzes, beeinflusst temporär die Nutzbarkeit. In den Abendstunden wird der Aufenthalt gemieden, wird der der sozialen Kontrolle (Einsehbarkeit) entzogene Bereich als „Angstraum“ wahrgenommen.

Material und Mobiliar

Die Vielzahl der verwendeten Materialien im Straßenrandbereich bewirkt eine Unruhe des Verkehrsraumes.

Im Zusammenhang mit der mangelnden Raumbildung besteht über den Einsatz von einheitlichen Materialien (z.B. Aufpflasterungen des gesamten Knotenpunktes) eine Möglichkeit zur Fassung des Raumes. Über die Anlage eines Kreisverkehrs, mit einer gestalteten Mittelinsel könnte die fließende Wirkung des Raumes unterbrochen werden.

Angrenzende Nutzungen

Durch die Lage des Knotenpunktes innerhalb des Geschäftszentrums, mit den angrenzenden, hohen Publikumsverkehr auslösenden Nutzungen, ist weiterhin mit einer hohen Frequentierung
zu rechnen.

Verbindungs- und Aufenthaltsfunktionen

Im Zusammenhang mit der angrenzenden Nutzungen besitzt die Göttinger Straße für alle Verkehrsteilnehmer wichtige Verbindungsfunktionen.

Der ampelgesteuerte Verkehrsknotenpunkt gewährleistet dem nicht-motorisierten Verkehrdie gesicherte Überquerung des Straßenraums. Bei hohem Querungsbedarf wirkt sich die Beeinflussung der Ampelphasen nachteilig auf den Verkehrsfluss aus und es kommt zu Rückstauungen.

Potenzial für die Verbesserung der Aufenthaltssituation besteht mit der Umgestaltung des Kirchengeländes der Evangelischen Kirche. Mit dem nach Westen, zum Straßenraum orientierten platzartigen Haupteingangsbereich zur Kirche besteht die Möglichkeit die Aufenthaltssituation durch die Einrichtung von Sitzmobiliar zu stärken.

Umbau des Knotenpunktes in einen Kreisverkehr


Eine Lösungsvariante, die den Rückbau der Lichtsignalanlage zum Ziel hat, ist die Umgestaltung des Knotenpunktes in einen Kreisverkehr. Berücksichtigt wird weiterhin die Umgestaltung des Kirchengeländes.

Städtebau und Straßenquerschnitt

Bei der Umgestaltung des Knotenpunktes mittels einer Kreisverkehrslösung wird die fließende Raumwirkung der Göttinger Straße unterbrochen. Dies gewährleistet die gestaltete Kreisinsel mit einem Durchmesser von acht Meter.

Vorgesehen ist ein sogenannter Minikreisverkehr, dessen Außenradius eine Breite zwischen 13-22 m aufweisen soll. Je nach Wahl des Außendurchmessers muss der Kreisring, die Fahrbahn rund um die gestaltete Mittelinsel zwischen 4 m und 6 m betragen. Optisch soll die Kreisfahrbahn unterteilt werden. Der an die Kreisinsel angrenzende Abschnitt der Kreisfahrbahn soll durch Aufpflasterung optisch abgesetzt werden. Ein kleinerer Außendurchmesser erfordert eine größere Breite des Kreisrings. Im vorliegenden Fall fällt die Wahl auf einen Außendurchmesser von 20 m Breite, um die Befahrbarkeit von sämtlichen Fahrzeugen zu gewährleisten.

Die Kreisfahrbahn soll in einer Breite von sechs Metern angelegt werden, wobei ein um die Kreisinsel geführter Innenring von zwei Metern die Fahrbahn unterteilt.

In der Mitte der auf die Kreisfahrbahn treffenden Fahrspuren werden Fahrbahnteiler eingerichtet. Sie sollen in erster Hinsicht dem Fußgänger die Überquerung der Straße erleichtern. Durch die Fahrbahnteiler muss zunächst nur eine Fahrspur überquert werden, bis die sicheren Schutz bietende Mittelinsel erreicht wird. Bei der Kreisverkehrslösung zählt der Blickkontakt, Fußgänger und Kraftfahrzeugfahrer treten über den Sichtkontakt in eine Kommunikation, während sich bei der Ampelschaltung auf elektronische Verkehrsführung verlassen wird.

Das Kirchengelände öffnet sich platzartig zum Verkehrsraum. Durch einen Eingriff in den Baumbestand soll die Nordwestseite des Grundstücks freigestellt werden. Dadurch soll ein städtebaulicher Bezug des Geländes zum Straßenraum entstehen. Gleichzeitig rückt das Kirchenschiff mit seinem nach Westen, zum Straßenraum orientierten Turm und Haupteingangsbereich dadurch stärker in den Vordergrund. Zum Straßenseitenraum wird der Vorplatz durch eine Mauerfassung abgetrennt. Die Mauer soll in einer Sitzhöhe von etwa 0,5 m angelegt werden. Zugänge zum Vorplatz sind, ausgerichtet auf die Verkehrströme, zu den Übergängen am Kreisverkehr angeordnet, bzw. für den aus Richtung Süden kommenden Verkehr an der Südwestseite des Grundstücks angelegt. Das Nutzungskonzept des Vorplatzes sieht die Einrichtung von Aufenthaltsbereichen vor.

Um die Kirche soll ein Rundweg angeboten werden. Der grüne Charakter des Geländes soll erhalten werden. Um die Blickbeziehungen zum Straßenraum zu gewährleisten, sollte sich die Höhe der Heckeneinfassung des Grundstücks an der Höhe der Sitzmauer orientieren.

Material und Mobiliar

Die Kreisinsel, der mittig liegende Bereich um den die Kreisfahrbahn verläuft, soll gestaltet werden. Für die Gestaltung der Kreisinsel wird angeregt, ein Kunstobjekt innerhalb der Insel zu platzieren. Das Kunstobjekt so in Form der mathematischen Kreiszahl „Pi“ errichtet werden und hiermit ein Ortsbezug zum in Nörten-Hardenberg entstandenen Kunstwerk aufgebaut werden. Das „Pi“ soll aufrecht stehend in einer Größe von mindestens 3 m innerhalb der Insel positioniert werden. Als Material wird die Verwendung von Stahl, z.B. rostrotem Corten-Stahl empfohlen.

Die Seitenbereiche werden an die Gestaltung der Seitenbereiche im Bereich der Göttinger Straße/Lange Straße angepasst.

Die das Kirchengelände einfassende Mauer soll aus Natursteinen (Sandstein) errichtet werden. Vor dem Hintergrund einer angestrebten einheitlichen Gestaltung, mit wiederkehrenden Elementen innerhalb der Altstadt wird empfohlen, die bereits im Bereich der Einfassung des Hindenburgplatzes zum Straßenraum verwendeten Natursteine einzusetzen.

Kirchenvorplatz und Rundweg können zur Betonung und Absetzung des Kirchengrundstücks mit abweichenden Pflastermaterialien befestigt werden. Von der Verwendung einer wassergebundenen Decke für den Rundweg sollte jedoch Abstand genommen werden, da sie eine ganzjährige Benutzbarkeit der Anlage nicht garantieren. Der Pflegeaufwand bzw. die Unterhaltung ist bei wassergebundenen Decken, ausgelöst durch Erosionsschäden, höher und eine maschinelle Räumung bei Frost ist nicht möglich.

Angrenzende Nutzungen

Für die angrenzenden Nutzungen steht die Erreichbarkeit im Vordergrund. Mit der Einrichtung eines Kreisverkehrs wird dem Verkehrsfluss des MIV Rechnung getragen. Richtungswechsel werden vereinfacht. Gleichbedeutend mit der Aufrechterhaltung des Verkehrsflusses ist die Erhaltung der Möglichkeiten, den Straßenraum zu überqueren. Dies bleibt mit der Einrichtung von „Zebrastreifen“ gewährleistet.

Verbindungs- und Aufenthaltsfunktion

Durch die Anlage eines offenen, an den Knotenpunkt angrenzenden Platzbereiches wird ein Treffpunkt mit Aufenthaltsqualitäten geschaffen. Die bestehenden Zugänge zum Kirchengelände bleiben erhalten. Entlang der Südseite der Burgstraße bleibt damit eine alternative Wegeverbindung zur Fortbewegung im Straßenseitenraum erhalten.


Auszug aus:






Vor Baubeginn Frühjahr 2011


Foto Göttinger Straße/Burgstraße
Foto Göttinger Straße/Burgstraße
Foto Göttinger Straße/Burgstraße
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Göttinger Straße/Burgstraße


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